Doktor Faust 2007

Doktor Faust – eine Urner Höllenfahrt

Für „Doktor Faust – eine Urner Höllenfahrt“ fügt Autor und Regisseur Buschi Lüginbühl Elemente aus Goethes „Faust“, Urner Sagen und dem „Urner Krippenspiel“ zu einem neuen Stück zusammen.

Der Fauststoff

Der Ursprung der   Geschichte des Doktor Faust liegt in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Erstmals 1587 im anonymen „Volksbuch“ „Historia von Doktor Johann Fausten, des weitbekannten Zauberers und Schwarzkünstlers“ literarisch dargestellt, zieht der Magier Faust durch die ganze Welt und findet sich auch in der Urner Sagensammlung von Josef Müller.

Doktor Faust und das „Urner Krippenspiel“

Heinrich Danioth liess sich bei seinem Krippenspiel stark vom Fausstoff inspirieren: Der göttlich – teuflische Kampf um eine Menschenseele ist neben der Weinachtsgeschichte der eigentliche Mittelpunkt des „Urner Krippenspiels“.

„Wir treffen im „Doktor Faust“ wieder Joder, seine Frau Zänze und natürlich den Teufel, der sein Spiel um die Seele mit Faust treibt. Diesmal ist nicht Weihnachten, und so gibt es auch keine Erlösung, zumindest nicht für den grossen Frevler. (…) Die Thematik des Fausstoffes findet sich auch im „Goldenen Ring über Uri“. Faust’s Metier, das ihm der Teufel offeriert, ist die Magie, aber unter der Bedingung, dass er gegen Gott frevelt. Joder wird nur deshlab nicht vom Teufel zerrissen, weil er im magischen Ring steht, der ihn vor den Furien schützt.“ (Buschi Luginbühl)

Textbearbeitung und Regie: Buschi Luginbühl (in Zusammenarbeit mit Irène Fussen)

Dialektbearbeitung: Marco Schenardi

Musikbearbeitung: Markus Amgwerd

Sprecher: Schauspieler und Laien

Puppenführer: Urner Laien